Trauer wird häufig mit Wasser assoziiert. Mit Wellen, Tiefe und mit dem Ozean selbst. Eine zentrale Metapher für Trauer lautet: „Trauer kommt in Wellen. Mal sind es kleine Wellen, mal brechen sie mit einer Wucht über uns hinweg“. Diese Metapher beschreibt präzise, was Trauer ist. Kein stabiler Zustand, sondern ein Auf und Ab, ein Rhythmus von Nähe und Distanz zum Verlust.
Über Kopfhöhe ist eine transparente Box mit Wasser installiert. Von oben strahlt Licht durch das Wasser, das durch Bewegung am Boden Wellen-Reflektionen manifestiert. Blickt man nach oben, entsteht der visuelle Eindruck, unter einer Wasseroberfläche zu stehen. Schwerelos, schwebend, wie in einem Moment der Stille.
Die Interaktion ist subtil und zeitbasiert. Wenn sich Personen der Skulptur nähern, werden sanfte Wellen in der Box ausgelöst, begleitet von einem melancholischen, tiefen Ton.







